Suhl. „Literaturliebhaber machen die Nacht zum Tag" – so titelte am 20. Juli 2021 die Tageszeitung „Freies Wort" über die 9. Suhler Lesenacht. Dank der Initiative des Vereins Provinzkultur konnte für diesen literarischen Nachmittag – der sich dann doch über beinahe drei Stunden hinzog – die altehrwürdige Fabrikanten-Villa, einst Kulturbund-Klub, als Veranstaltungsort gewonnen werden. Corona-bedingt dreimal verschoben, fanden nun Literaturverein zum 30-jährigen Jubiläum und Provinzschrei zum 20-jährigen Jubiläum zusammen. Erneut gab es besondere Literatur am besonderen Ort in Suhl – und endlich die Premiere für die neue Anthologie „Schatzsucher".
Musikalisch bereichert von Renate Kubisch, deren Musik auf dem E-Cello den Lesenachmittag zu einem Hörgenuss werden ließ, kamen daraus einige der besten Texte Südthüringer Autorinnen und Autoren zu Gehör. Im Heft geben 17 Autoren individuelle Antworten auf die Frage, wie ihr Blick auf 30 Jahre deutsche Einheit aussieht. Zehn von ihnen waren in Suhl dabei und stellten Auszüge aus ihren Arbeiten vor.
Auch diese 9. Suhler Lesenacht wurde von der Rhön-Rennsteig-Sparkasse gefördert. Die Textsammlung „Schatzsucher", benannt nach einer Erzählung von Sandro Eberwein, stieß auf ein wohlwollendes Echo der Zuschauer im ausverkauften Saal. Frank Rothämel stellte Grafiken dafür zur Verfügung, Andreas Kuhrt gestaltete das attraktive Heft. Es ist bei den Autorinnen und Autoren des Vereins und im örtlichen Buchhandel erhältlich.