November 2025

Wie soll das denn gehen, Worte leuchten wie eine Leselampe und Töne wärmen wie eine Heizung, zweifelt die Enkelin. Naja, nuschle ich, es sind Synästhesien. Was für Allergien? Hast du das noch nie erlebt, dass dich ein Rot anschreit? Doch, sagt sie, kürzlich bei Baby Emil. Er schrie und war ganz rot im Gesicht. Nun ist wohl doch eine richtige Erklärung fällig, denke ich. Synästhesien sind die Vermischung von Sinneseindrücken. So kann es sein, dass eine Farbe singt, ein Licht duftet, Worte leuchten und Töne wärmen.

Diese schönen Gedanken griff die Schreibwerkstatt „Zeilensprung" in diesem Jahr zur Weihnachtslesung auf und ließ sie in Texten lebendig werden. Die zahlreichen Gäste in der Suhler Stadtbücherei konnten im Weihnachtswunderland von Antonia schwelgen, sich zurück versetzen ins Jahr 1920, in dem ein Vater einen folgenreichen Brief erhielt und Konrad kennenlernen, der zum Pferdeflüsterer und Engelretter wird. Zudem durften sie sogar durch den Türspalt ins Badezimmer einer künftigen Prinzessin schauen. Dies alles wurde begleitet von wärmenden Gitarrentönen und Liedern von Bernd Friedrich.

Das Programm „Wenn Worte leuchten und Töne wärmen" wurde am Freitag, dem 28.11.2025, zu einem literarisch-musikalischen Höhepunkt in der Suhler Bibliothek. Mit von der Partie waren: Martina Anschütz, Ulrike Blechschmidt, Iris Friebel, Bernd Friedrich, Roswitha Lesser und Kerstin Reichenbach.

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