Im Jahre 2003 erarbeitete Holger Uske das Programm „Zwielicht". Ihm liegen Prosatexte des im selben Jahr veröffentlichten gleichnamigen Erzählungsbandes zugrunde. Die Premiere konnte am 20. Juni im Freizeit- und Informationszentrum FRIZ gefeiert werden. Diesmal tritt Uske gemeinsam mit dem jungen Musiker Mario Götz (git, bg, dr) auf, mit dem ihm schon bei der CD „Sage es leis" eine fruchtbare Zusammenarbeit verband.

Das etwa einstündige Programm vereint in bewährter Weise Gedichte, Kurzprosa und Lieder. Die inhaltliche Spanne reicht von Naturtexten über Liebesgedichte bis hin zu Reiseimpressionen, die Uske verdichtet und deren ganz eigene Farben er dem Zwielicht zufügt. Manche seiner Texte wirken nun gelassener, verstärkt greift er auch Formen der Satire auf. Und er widmet sich Themen im Zusammensein der Menschen, die für ihn jetzt eine stärkere Rolle spielen. „Wovor eigentlich haben wir Angst", heißt es in der Schlusszeile des Liedes „Flackern im Blick". Das markiert zugleich sein Hauptthema in diesem Programm: noch ist alles möglich. Zwielicht schließt die Möglichkeit des Lichtes wie die des Dunkels ein. „Es liegt auch an mir, was mich quält", heißt es u.a. im genannten Lied.

Holger Uske und Mario Götz bei der Premiere des Buches Zwielicht, Buchhaus Suhl, 27. Mai 2003

Holger Uske und Mario Götz bei der Premiere des Buches „Zwielicht" am 27. Mai 2003 im Buchhaus Suhl. In dieser Formation bieten beide auch das Programm „Zwielicht" für interessierte Hörer an.

Gedicht aus dem Programm

Wolkensteine

Sagt das Kind

Spielst du mit?

Du bist dran

Sehr weiß und

Sehr weit oben

Früher

Ist ganz einfach

Hilft das Kind

Nur inne Hand

Muss passen

Ich weiß

Ich weiß

Ich weiß nicht mehr

Wie man Wolken würfelt

Sieh doch

Sagt das Kind

Eine Sechs!

Und ich bin

Raus


Textauszug

Morgen an der Kurischen Nehrung

Wellenuhrzeiger

Tippen mich an

Hörst du

Die Stürme

Die stillen Nächte

Durchhungert

Durchliebt

Bis in diesen Morgen

Ein paar Atemschläge

Hiersein

In der Brandung

Jetzt

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